2. Netzwerktagung 2025
Egal woran und wie man Integration misst: Viele geflüchtete Menschen sind gut integriert in der Schweiz. In den Medien wird aber vor allem über diejenigen berichtet, die sich schwertun. Menschen, denen der Sprung in die Arbeitswelt nicht gelingt oder die Mühe damit bekunden sich an die hiesigen Gepflogenheiten zu gewöhnen und mit ihnen zu leben. Die zweite Netzwerktagung 2025 widmete das Netzwerk Asyl Aargau deshalb den Erfolgsgeschichten, die unbedingte mehr erzählt werden müssen. Mit ihnen gelingt es gängige Narrative und Vorurteile in den Köpfen der einheimischen Bevölkerung zu korrigieren. Das ist entscheidend, denn vor allem soziale Integration hat nur Erfolg, wenn die Schweizer Gesellschaft die zugewanderten Menschen überhaupt teilhaben lässt und zum Austausch und gegenseitigen Lernen bereit ist. Sayed aus Afghanistan und Nabil aus Eritrea erzählten beide von ihren eindrücklichen Integrationswegen und sprachen über Hürden, die sie bis heute spüren. Nach den spannenden Schilderungen ergab sich bald eine lebhafte Diskussion mit den restlichen Teilnehmenden. Einig war man sich darin, dass Integration gar nicht so einfach zu definieren ist und, dass viele Puzzlesteine zusammen passen müssen, damit sie gelingt. Nach einem reichhaltigen Mittagessen, das zugleich als Premiere von unserer neu formierten Cateringgruppe zubereitet wurde, versuchten die Teilnehmenden in Gruppen auszuformulieren, was gemacht werden muss, damit die soziale und wirtschaftliche Integration künftig noch besser funktioniert. Welche Aufgaben kommen dem Staat und den Freiwilligen zu, was benötigen geflüchtete Menschen und welchen Beitrag muss die heimische Gesellschaft zu leisten bereit sein? Mit den vielfältigen und wertvollen Ergebnissen dieser Gespräche will das Netzwerk Asyl Aargau weiter an den Rahmenbedingungen arbeiten, um noch mehr solcher positiven Erfolgsgeschichten zu ermöglichen.


